7. Internationales Bühler Bluegrass Festival 2009

- MAP OF THE CITY -

Freitag, 01. Mai
Samstag, 02. Mai 2009
Bürgerhaus
NEUER MARKT
Johannesplatz
Open Air
Bürgerhaus
NEUER MARKT

19.00 Uhr - 23.30 Uhr
10.30 Uhr und 12.00 Uhr
14.30 Uhr - 17.30 Uhr
19.00 Uhr - 24.00 Uhr
Stadt Bühl

Eine Veranstaltung der Stadt Bühl, FB 3 Kulturbüro Eisenbahnstraße 8, 77815 Bühl, in Zusammenarbeit mit Kleinkunst im Schütte-Keller e.V.

Bürgerhaus NEUER MARKT, Europaplatz, 77815 Bühl/Baden

B A N D S    -    B A N D S    -    B A N D S    -    B A N D S

Wayne Henderson & Helen White (USA)

The Looping Brothers
(D)

Crooked Still
(USA)


Nugget
(A)

Laurie Lewis &
the Right Hands
(USA)


Nugget (A)

Laurie Lewis & the Right Hands (USA)

Randy Waller & The Country Gentlemen (USA)

The Moonlighters (USA)

B A N D S    -    B A N D S    -    B A N D S    -    B A N D S

Informationen

Wayne Henderson & Helen White (USA)

              • Wayne Henderson: Gesang, Gitarre
              • Helen White: Gesang, Fiddle, Gitarre, Banjo

Das amerikanische Duo Wayne Henderson & Helen White ist bereits seit über 12 Jahren aktiv und tourte oft schon mit den Looping Brothers durch die USA und so kommt es auch in Bühl neben einem Solo-Auftritt zu einer Bühnen-Kooperation dieser beiden Gruppen, sodass am Ende aus dem Duo und dem Trio ein Quintett wird.

Wayne Henderson, weltweit bekannt nicht nur als schneller Finger-Picker auf der Gitarre sondern auch als Gitarren-, Geigen-, Mandolinen- und Banjobauer, wurde bereits 1995 im „Weissen Haus“ in Washington D.C. für seine Kunst geehrt. Zu den bekanntesten Gitarristen, die auf Hendersons Gitarren spielen gehören Eric Clapton, Doc Watson, Gillian Welch und Peter Rowan. Für das Smithsonian Institut und das Office of Arts America tourte er durch Asien, Afrika und den Mittleren Osten und stellte den Menschen dort seinen „Appalachian Guitar Style“ vor. Wenn Henderson nicht gerade auf Konzert- und Workshop-Tournee ist, arbeitet er in seiner Instrumenten-Werkstatt in Rugby/Virginia.

Helen White aus North Carolina lebt in Virginia und ist eine anerkannte Folk-Sängerin und Virtuosin auf der Old Time Fiddle. Neben ihren Konzert-Tourneen

nimmt sie an zahlreichen kulturellen Aktionen teil. Zum Beispiel ist sie Gründerin und Direktorin des „Junior Appalachian Musicians Program“ das den Kindern aus den Bergen das musikalisches Erbe dieser Region nahe bringt. Helen White war es auch, die zum Empfang beim „Virginia Welcome“ für Königin Elizabeth II in Richmond die offizielle Musik „Official Tune for the Queen“ komponierte.

Auch beim 7. Internationalen Bühler Bluegrass Festival werden Wayne Henderson und Helen White das Publikum begeistern und schnell neue Freunde finden.

The Looping Brothers (D)
              • Uli Sieker: Gesang, Mandoline, Fiddle
              • Matthias Malcher: Gesang, Gitarre, Banjo
              • Bernd Nollenberg: Gesang, Bass

Die Looping Brothers, die beim 7. Internationalen Bühler Bluegrass Festival die Bundesrepublik Deutschland vertreten, sind für Bühl keine Neulinge. Schon beim 1. Festival im Jahre 2003 waren die drei Akteure, Ulli Sieker (Gesang, Mandoline, Fiddle), Matthias Malcher (Gesang, Gitarre, Banjo) und Bernd Nollenberg (Gesang, Bass) zusammen mit Edwin Herkert (Gesang, Banjo) als Quartett unter dem Namen „Groundspeed“ erfolgreich vertreten. Nach einer ernsthaften Erkrankung von Herkert wollte man ihm die Chance einer Rückkehr ermöglichen und arbeitete als Trio unter dem neuen Namen „Looping Brothers“ weiter, und da Matthias Malcher jederzeit zum Banjo überwechseln kann, blieb der bewährte Sound der Gruppe erhalten. Die Looping Brothers gelten deshalb, genauso wie früher Groundspeed, als eine der besten deutschen Bluegrassbands.

Im Repertoire der Looping Brothers findet man neben den alten Fiddle-Tunes und Banjo - Breakdowns auch bewährte Bluegrass-Standards und originelle Eigenkompositionen. Sie präsentieren eine anspruchsvolle akustische Musik, die auch manchmal über die Grenzen der Bluegrass Music hinausgeht, eine Musik zum Zuhören und Genießen.

Crooked Still (USA)
              • Aoife O’Donovan: Gesang, Gitarre, Bariton Ukulele, Glockenspiel, Piano
              • Gregory Liszt: Banjo
              • Brittany Haas: 5-String-Fiddle
              • Tristan Clarridge: Cello, Fiddle
              • Corey Dimario: Bass, Tenor Gitarre

Mit ungewöhnlicher Besetzung definiert das junge, aber in den USA bereits extrem angesagte Quintett „Crooked Still“ aus Boston ein neues Kapitel in der Entwicklung der Bluegrass Music. Mühelos verschmelzen die vier Musiker um Traumsängerin Aoife O’Donovan Elemente der archaischen Appalachian Mountain Music aus den Südstaaten der USA mit Rock und Folk. Sie spielen dabei auf rein akustischen Instrumenten und verzichten auf ein Schlagzeug. Bandchef Gregory Liszt gilt dabei als einer der führenden innovativen „jungen Wilden“ am 5-String-Banjo, weltbekannt durch sein Mitwirken beim Bruce Springsteen Album „The Pete Seeger Sessions“.

Crooked Still besteht seit über 5 Jahren, galt lange als Geheimtipp und hat sich kurz vor der Produktion ihres dritten Albums im Jahre 2008 neu formiert. Zu den Gründungsmitgliedern Aoife O’Donovan (Gesang, Gitarre, Bariton Ukulele, Glockenspiel, Piano), Gregory Liszt (Banjo) und Corey Dimario (Bass, Tenor Gitarre) kamen Brittany Haas (5-String Fiddle) und Tristan Clarridge (Cello, Fiddle) und aus dem ursprünglichen Quartett war damit ein Quintett geworden. Und was diese 5 Musiker präsentieren, ist verbal kaum zu vermitteln. Crooked Still reflektiert dabei all jene Stimmungen, die man in der Bluegrass Music, der Old-Time-Music, aber auch insgesamt in der alten Country Music so sehr schätzt: Alltagserfahrungen, Fantasie, Schuld, Rache, Not und Befreiung.

Besonders fasziniert der fast gehauchte Klang von Aoife O’Donovan’s zarter Stimme, die etwas an Alison Krauss erinnert, aber dennoch viel stärker im Blues verwurzelt ist. Fiddle, Banjo und Cello unterstreichen die kreative Energie dieser Gruppe, über deren Musik eine tiefe Schwermut, eine unsägliche Trauer zu liegen scheint. Mit Gregory Liszt steht auch mal wieder ein promovierter Akademiker auf der Bühne des Bürgerhauses. Liszt ist Doktor der Molekularbiologie.

Zusammengefasst: Crooked Still vermischt klassische, traditionelle und moderne amerikanische Stile und hängt die Messlatte für virtuose, dynamische Musik sehr hoch. Wie sagt doch die Sängerin Aoife O’Donovan: „We are a groove-based band without a drummer. We push the beat, staying true to tradition while we bring old songs into the 21st century.”

Nugget (A)
              • Helmut Mitteregger: Gesang, Mandoline
              • Katarina Mitteregger: Gesang, Bass
              • Jakub Racek: Gesang, Gitarre
              • Jarda Jahoda: Gesang, Banjo

Für das 7. Bühler Bluegrass Festival wurde auf vielseitigen Wunsch noch einmal eine der besten Bluegrass Bands Europas verpflichtet, eine Formation aus Österreich, die das Publikum schon beim 3. Bühler Festival im Jahre 2005 begeistert hatte.

Die Gruppe „Nugget“ wurde Anfang 1976 in Wien gegründet, hatte viele Jahre mit unterschiedlicher Besetzung in Österreich grossen Erfolg, wurde 2003 beim EWOB-Festival in den Niederlanden zur besten Bluegrass Band Europas gewählt und repräsentierte schliesslich Europa im Herbst 2004 beim alljährlichen Festival der International Bluegrass Music Association in Louisville/Kentucky.

„Nugget“ beherrscht den klassischen Bluegrass Stil genauso wie den modernen mehrstimmigen Harmoniegesang und spielt auch virtuos den akustischen Swing.

Die bewährte Besetzung ist seit vielen Jahren konstant mit Helmut Mitteregger (Gesang, Mandoline), Katarina Mitteregger (Gesang, Bass), Jakub Racek (Gesang, Gitarre) und Jarda Jahoda (Banjo, Gesang).

Laurie Lewis & The Right Hands (USA)
              • Laurie Lewis: Gesang, Fiddle
              • Tom Rozum: Gesang, Mandoline
              • Scott Huffman: Gesang, Gitarre
              • Craig Smith: Banjo
              • Todd Phillips: Bass

Die Sängerin, Fiddle-Virtuosin, Komponistin und Bandchefin Laurie Lewis gilt heute in der Bluegrass-Szene als die “Grand Lady” des Genres, einer Musikkategorie, in der lange Zeit die Frauen eine untergeordnete Rolle spielten. Nachweisbar war sie sogar der erste weibliche Bluegrass-Star, der ausserhalb des Südostens der USA, wo die Bluegrass Music in den frühen 40er Jahren entstanden war, geboren wurde.

Laurie Lewis kam in Long Beach in Kalifornien auf die Welt, fand in den späten 60er Jahren Kontakt zur Folk Music, lernte Gitarre und Fiddle spielen und entdeckte die Bluegrass Szene der Westküste. 1973 begann Laurie Lewis als Bassistin in der Gruppe „The Phantom Of The Opry“, spielte von 1975 bis 1977 die Fiddle in der Damenband „The Good Ol’ Persons“ und gründete schliesslich die „Grant Street String Band“ aus der wenig später „Laurie Lewis & Grant Street“ wurde. Nach Episoden als Duo und auch Trio mit dem Sänger und Mandolinenspieler Tom Rozum und dem Banjospieler Scott Huffman hat Laurie Lewis seit etwa 3 Jahren wieder ihre eigene Band „Laurie Lewis & The Right Hands“, mit der sie zum 7. Internationalen Bühler Bluegrass Festival kommen wird.

Noch immer besticht die Musik von Laurie Lewis durch ihre melancholischen Balladen, den traumhaften Satzgesang, die rasanten Instrumentals, die relaxten Swingnummern und nicht zuletzt durch ihre eigene wunderbare, ausdrucksstarke Stimme.

Die Auszeichnungen im Verlauf der Jahre reichen von zweimal „Beste Bluegrass Sängerin“ durch die IBMA (1992 und 1994), „Country Album des Jahres 1990“ (Indie Award), „Song Of The Year“ 1994 für „Who Will Watch The Home Place“ und einen Grammy für das Album „True Life Blues – The Songs Of Bill Monroe“ sowie „Bestes Album“ durch die IBMA im Jahre 1997.

Randy Waller & The Country Gentlemen (USA)
              • Randy Waller: Gesang, Gitarre
              • David Kirk: Gesang, Mandoline
              • Mark Delaney: Gesang, Banjo
              • Adam Poindexter: Gesang, Bass

Als Randy Waller 1959 geboren wurde, da waren die Country Gentlemen mit den Gründungsmitgliedern Charlie Waller, John Duffy, Bill Emerson und Jim Cox gerade mal zwei Jahre alt. Gegründet 1957, erregten die Country Gentlemen damals sehr viel Aufsehen durch einen progressiven Sound und einen straffen, wohlklingenden Harmoniegesang. Sie spielten fast immer ohne Fiddle und ihr Songrepertoire war weit gespannt mit Songs aus dem Repertoire von Gordon Lightfoot, Bob Dylan, Tom Paxton und den Beatles bis hin zu alten Folksongs. Mit ihrem unkonventionellen Sound und dem aussergewöhnlichen Repertoire setzten sie sich rasch ab von der ersten Bluegrass-Generation wie Bill Monroe, Flatt & Scruggs oder Don Reno & Red Smiley und galten lange Zeit als die Hauptrepräsentanten der zweiten Bluegrass-Generation.

Die Country Gentlemen unterlagen im Verlauf der Jahre und Jahrzehnte einem häufigen personellen Wechsel und da Gründungsmitglied Charlie Waller der einzige ruhige Pol blieb, nannte sich die Gruppe später „Charlie Waller & The Country Gentlemen“. Mit seiner markanten, etwas an Hank Snow erinnernden, Stimme und seinem rasanten Gitarren-Flatpicking-Stil, hat Charlie Waller den Sound der Band wesentlich mitgeprägt.

Dann starb Charlie Waller im Jahre 2004 im Alter von 69 Jahren und fast nahtlos übernahm sein Sohn Randy die Band und führt die Tradition und den Sound dieser erfolgreichen Gruppe fort. Dies fällt umso leichter, als Randy die wunderbare Stimme seines Vaters geerbt hat und auch stolz darauf ist. „Gott hat mir die Stimme meines Vaters geschenkt“, sagt Randy selbst und hat auch den Gitarrenstil seines berühmten Vaters übernommen.

Für alle Freunde der berühmten Country Gentlemen präsentiert das 7. Internationale Bühler Bluegrass Festival nicht nur die Fortführung einer langen Tradition, sondern auch eine würdevolle Hommage an einen der ganz Großen der amerikanischen Bluegrass Szene, an den unvergessenen Charlie Waller.

The Moonlighters (USA)
              • Bliss Blood: Gesang, Ukulele
              • Cindy Ball: Gesang, Ukulele, Gitarre
              • Mark Deffenbaugh: Hawaiian Steel Guitar
              • Peter Maness: Bass

Was treibt wohl eine gefeierte Ex-Punk-Bizarre-Avant-Noise Sängerin dazu, mit drei Freunden mitten in New York City auf Ukulele und Hawaii-Gitarre die coolsten Klänge der 20/30er Jahre zu intonieren? Bliss Blood, die Sängerin und Ukulele Spielerin der Moonlighters beschreibt es so: „Wir hatten genug von der lauten Rock-Musik und wollten einen ruhigeren Sound, mehr relaxed und jazzy, also das, was wir und die vielen gestressten Großstädter gerade mehr denn je brauchen können. Die verführerischen Klänge der Hawaii-Gitarren klingen fast als wären sie nicht von dieser Welt, yeah...they are trippy!

Dazu kommt unsere Liebe zu Pop und Jazz Musik der 20er und 30er Jahre, die so grandiose Künstler wie Connie Boswell und die Boswell Sisters, Billie Holiday oder Bessie Smith hervorbrachten. Künstler wie King Bennie Nawahi oder Sol Hoopii waren die Stars der damaligen Zeit, mit ihrem Hawaii-Getränkten Groove, der zwischen fast surrealen Soundmalereien und rasantem Swing pendelte. Wir lieben die alten Hits, wie „Tickling The Strings“, „Hula Blues“, „Beyond The Reef“ oder „Hummin’ To Myself“, aber wir schreiben zusätzlich immer mehr unser eigenes Material. Unsere Texte sind modern, sie sind romantisch, düster, tragisch und sie sind sexy!“

Instrumentale Hawaii-Akzente kommen von Mark Deffenbaugh. Er ist ein grandioser Virtuose an der Hawaiian Steel Guitar, einer Ganzmetall-National-Steel, ein Instrument, das den Pop der 20er und 30er Jahre massiv beeinflusst hatte. Das für heutige Verhältnisse skurrile Instrument öffnet spannende Klangräume, vor allem die langgezogenen Slides, die fliessenden Tonübergänge und die Stakkatos bei den Swingtiteln faszinieren jedes Publikum. Marks Liste seiner Steelguitar Heroes ist lang: Sol Hoopii, King Bennie Nawahi, Andy Iona, Roy Smeck und Jerry Byrd.

Im Februar 2007 stiess Cindy Ball als zweite Sängerin zu den Moonlighters. Sie ist Schauspielerin, Sängerin, Gitarristin, Ukulele Spielerin und ihre schimmernden Gesangs-Duette mit Bliss Blood prägen den gesamten Sound der Band.

Am Kontrabass, das sichere und swingende Fundament der Band, Jazzmann Peter Maness, ein vielbeschäftigter Session-Musiker aus North Carolina, mit starkem Latin Jazz Hintergrund.

Auch die Jazzszene hat inzwischen die Moonlighters entdeckt. Im Downbeat Magazin jubelte der Kritiker nach einem Jazzfestival auf einem Kreuzfahrtschiff: „They were the freshest, most original ensemble on board!“

Beim 7. Internationalen Bühler Bluegrass Festival sind die Moonlighters mit Sicherheit ein willkommener Farbtupfer, ein akustischer Kontrapunkt zur Musik aus den Appalachen.

Zum Festivalverlauf 2009 - Images / Bilder
Fotos: Klaus Zimmermann
Freitag, 1. Mai
Samstag, 2. Mai 2009
Presseberichte zum Festival